
{"id":30949,"date":"2025-06-17T10:01:54","date_gmt":"2025-06-17T08:01:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.drhv06.de\/?p=30949"},"modified":"2025-06-19T21:00:51","modified_gmt":"2025-06-19T19:00:51","slug":"statement-zum-laufenden-verfahren-rund-um-das-wiederholungsspiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dessounds.ddnss.de\/drhv06\/2025\/06\/statement-zum-laufenden-verfahren-rund-um-das-wiederholungsspiel\/","title":{"rendered":"Statement zum Verfahren rund um das Wiederholungsspiel"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #003f90;\"><strong>Dessau-Ro\u00dflau, 17.06.2025 \u2013 Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung rund um das von TuSEM Essen angestrengte Verfahren gegen die Handball-Bundesliga (HBL) sehen wir uns als Dessau-Ro\u00dflauer HV 06 veranlasst, \u00f6ffentlich Stellung zu beziehen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Wir werden alle uns zustehenden M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pfen, um die sportlichen und wirtschaftlichen Interessen unseres Clubs zu sch\u00fctzen, dies ist unsere Pflicht. Die aktuelle Situation stellt nicht nur eine sportliche Herausforderung dar, sondern auch eine weitreichende organisatorische Belastung f\u00fcr Mannschaft, Trainerstab und Verein.<\/p>\n<p>Weder TuSEM Essen noch der Dessau-Ro\u00dflauer HV 06 tragen Verantwortung f\u00fcr die (zu) sp\u00e4te Entscheidung des Bundesgerichtes. Das Verfahren h\u00e4tte fr\u00fcher und vor dem letzten Spieltag abgeschlossen werden k\u00f6nnen. Das Verfahren ist eine Auseinandersetzung zwischen TuSEM Essen und der HBL. Der Dessau-Ro\u00dflauer HV 06 ist im verbandsrechtlichen Verfahren nur sonstiger &#8222;Beteiligter&#8220;, wird aber unmittelbar durch die Auswirkungen betroffen. Die letzte Stellungnahmefrist f\u00fcr die Parteien endete am 2. Juni, eine Entscheidung im schriftlichen Verfahren erfolgte dann (erst) am 11. Juni 2025. Ein Vorgehen gem. \u00a7 36 der DHB-Rechtsordnung (&#8222;Eilverfahren&#8220;), der eben gerade f\u00fcr zeitkritische Konstellationen eingef\u00fchrt wurde, hat die HBL nicht beantragt.<\/p>\n<p>Im Laufe des heutigen Tages, also sechs Tage nach der Entscheidung, wird eine Neuansetzung des Spiels erfolgen. Zun\u00e4chst hatte die HBL als Spieltermin den 16. Juni m\u00fcndlich avisiert, hiervon dann aber Abstand genommen. Nach Vorstellung der HBL m\u00fcssten im Grunde beide Clubs den ihren Angestellten f\u00fcr den Zeitraum vom letzten Saisonspiel bis zum 30. Juni wirksam gew\u00e4hrten gesetzlichen Erholungsurlaub vollst\u00e4ndig entziehen und die Spieler mit sofortiger Wirkung anweisen, aus dem Urlaub zur\u00fcckzukehren. Neben den hiermit verbundenen juristischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die schwer bis gar nicht l\u00f6sbar erscheinen, ist eine solche Verfahrensweise schon logistisch im Grunde nicht zu bew\u00e4ltigen. So befinden sich Spieler des Dessau-Ro\u00dflauer HV 06 unter anderem in Argentinien und Indonesien. Die Urlaube sind naturgem\u00e4\u00df bereits vor dem fraglichen Spiel gegen TuSEM Essen (27. April) gew\u00e4hrt und seitens der Spieler gebucht und bezahlt worden. Inwieweit bei diesem Sachverhalt die betroffenen Spieler und wir als Club &#8222;selbst schuld&#8220; sind, m\u00f6gen andere beurteilen. Viele Spieler der 2. HBL haben sich inzwischen auf Social Media mit den betroffenen Spielern beider Clubs solidarisch erkl\u00e4rt, hierf\u00fcr bedanken wir uns im Namen unserer Spieler ganz herzlich. Gleiches gilt f\u00fcr die verschiedenen Clubs der 2. HBL, von denen wir Zuspruch erfahren haben. Die spielfreie Zeit ist f\u00fcr die k\u00f6rperliche und mentale Regeneration der Athleten unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Selbst bei einer sukzessiven R\u00fcckkehr aller Spieler aus dem Urlaub ist zu ber\u00fccksichtigen, dass diese seit dem letzten Saisonspiel &#8222;aus dem Training&#8220; sind und ein geordneter Trainingsbetrieb bis kurz vor dem Spiel kaum &#8211; in Einzelf\u00e4llen sogar gar nicht m\u00f6glich &#8211; sein wird. Hiermit einher gehen neben der Frage eines m\u00f6glichst fairen Wettbewerbs vor allem auch gesteigerte gesundheitliche Risiken. Nicht auszudenken, einer der beteiligten Spieler verletzt sich unter diesen Umst\u00e4nden schwer.<\/p>\n<p>Auf juristische Fragen werden wir an anderer Stelle eingehen. Unabh\u00e4ngig aller rechtlichen Erw\u00e4gungen kann man jedoch festhalten, dass die aktuelle verbandsrechtliche Regelung, die als alleinige Rechtsfolge ein Wiederholungsspiel vorsieht, in besonderen Konstellationen Ergebnisse mit sich bringen kann, die sachwidrig sind und von niemandem intendiert sein k\u00f6nnen. Der vorliegende Fall gibt hierzu das beste Beispiel: in keinem denkbaren Szenario h\u00e4tte es den letzten drei Sekunden des Spiels noch dazu kommen k\u00f6nnen, dass es mehr als ein Unentschieden gibt und der Dessau-Ro\u00dflauer HV 06 absteigt. Genau dies ist nun aber wieder m\u00f6glich, und zwar allein durch einen Regelversto\u00df des Kampfgerichtes. Ein Abstieg h\u00e4tte f\u00fcr Dessau-Ro\u00dflauer HV 06 weitreichende sportliche und wirtschaftliche Konsequenzen.<\/p>\n<p>Das Urteilsergebnis war nicht am Verfahren beteiligten Personen und wohl zumindest einem Club bekannt, noch bevor es uns zugestellt wurde. Gleiches gilt f\u00fcr sich aus dem Urteil f\u00fcr die Liga etwaig ergebene Handlungsoptionen (19er Liga). Belege hierf\u00fcr gibt es. Ein solcher Ablauf wirft in verschieden Hinsicht Fragen auf.<\/p>\n<p>Im Sinne unseres Sports und aller Beteiligter w\u00fcnschen wir uns ein faires Verfahren.<\/p>\n<p><strong>Sebastian Glock<\/strong><br \/>\n<strong>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer SPORT MARKETING Dessau-Ro\u00dflau GmbH<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dessau-Ro\u00dflau, 17.06.2025 \u2013 Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung rund um das von TuSEM Essen angestrengte Verfahren gegen die Handball-Bundesliga (HBL) sehen wir uns als Dessau-Ro\u00dflauer HV 06 veranlasst, \u00f6ffentlich Stellung zu beziehen: Wir werden alle uns zustehenden M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pfen, um die sportlichen und wirtschaftlichen Interessen unseres Clubs zu sch\u00fctzen, dies ist unsere Pflicht. 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