
{"id":492,"date":"2017-08-24T11:37:34","date_gmt":"2017-08-24T09:37:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.drhv06.de\/?p=492"},"modified":"2017-08-31T01:08:36","modified_gmt":"2017-08-30T23:08:36","slug":"handball-trifft-klassik-mal-was-neues","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dessounds.ddnss.de\/drhv06\/2017\/08\/handball-trifft-klassik-mal-was-neues\/","title":{"rendered":"Handball trifft Klassik &#8211; Neue T\u00f6ne in der Arena"},"content":{"rendered":"<p><strong>Als er die gelbe Karte zeigte, hatte er die Lacher auf seiner\u00a0Seite und lockerte zudem\u00a0gleich zu Beginn die ganze Atmosph\u00e4re auf. Markus Frank stand im Mittelpunkt,\u00a0H\u00f6he des Mittelkreises in der Anhalt-Arena. Der Chefdirigent der Anhaltischen Philharmonie<\/strong><strong>\u00a0und die gesamt Anhaltische\u00a0Philharmonie\u00a0begeisterten am Mittwoch die \u00fcber 1000 Zuschauer &#8211; auch Dessau-Ro\u00dflaus Oberb\u00fcrgermeister Peter Kuras &#8211; in der Arena bei der gelungenen Veranstaltung \u201eHandball trifft Klassik\u201c. Das Anhaltische Theater und der DRHV luden zu dieser Show\u00a0ein.<br \/>\n<\/strong><br \/>\nWahrscheinlich hielt sich das Publikum die Waage &#8211; eine H\u00e4lfte Theaterpublikum, eine H\u00e4lfte DRHV-Fans. Doch am Ende waren alle begeistert. In der Tat war die gesamte Show sehr kreativ, unterhaltsam und kurzweilig.\u00a0Das lag vor allem an dem Programm. Zum besten gab die Anhaltische Philharmonie bekannte klassische Musik oder Kl\u00e4nge, die jeder aus der Sportwelt schon einmal geh\u00f6rt hat.<\/p>\n<p>Eingestiegen, das \u201eWarmmachen\u201c sozusagen, wie Hallensprecher S\u00f6ren Buchwald es nannte, ist Markus Frank und sein Orchester mit Ludwig Beethovens f\u00fcnfter Sinfonie. Es fiel auf, dass alle Musiker mit Turnschuhen die Halle betraten um an ihr Instrument, nicht dem Handball, so wie es sonst in der Anhalt-Arena ist, heranzutreten. Markus Frank lief mit einem blau-wei\u00dfen DRHV-Schal ein. Der gesamte Theaterchor enterte mit den Trikots des DRHV die B\u00fchne. Ein tolles Bild. Zwei Handballtore schm\u00fcckten das Gesamtbild in einem passenden Szenario. Diese Details schafften eine perfekte Gesamtatmosph\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Videobeweis, Gelbe Karte aber keine zwei Minuten<\/strong><\/p>\n<p>Nur einige Sekunden nach dem Auftakt, h\u00f6rten alle einen schiefen Ton &#8211; und wunderten sich. Markus Frank unterbrach das Spiel, wie ein Schiedsrichter und forderte mit eindeutiger Geste den Videobeweis. In der Wiederholung, langsam wurde das St\u00fcck mit dem eingebauten Fehler wiederholt, fand er heraus, wer das \u201eFoul\u201c begangen hatte. Markus Frank verwarnte, wie eingangs erw\u00e4hnt, den \u00dcbelt\u00e4ter und zeigte, wie locker es am Mittwoch-Abend zugehen sollte.<\/p>\n<p>Schon kurz darauf sollte das Highlight f\u00fcr alle mit einem blau-wei\u00dfen Herz folgen. Die Hymne des DRHV, gesungen von Rex Hardy, ert\u00f6nte in weitem Rund. Mit den Kl\u00e4ngen des Orchesters und dem Chor, tauchte die Anhalt-Arena fast in die enthusiastische Stimmung ein, die man von den Handball-Heimspielen kennt.\u00a0<em>&#8222;Helden, wie wir. Das Herz schl\u00e4gt blau-wei\u00df&#8220;.<\/em>\u00a0Helden waren am Mittwoch-Abend alle anwesenden. Die Zuschauer waren voll dabei, sangen mit und machten mit. Chefdirigent Markus Frank hatte die Hymne auf sein Orchester umgewandelt.\u00a0<em>\u201eDas hat volle drei Tage gedauert\u201c<\/em>, sagte er im Anschluss der Veranstaltung,\u00a0<em>\u201eund es ist auch nicht immer so einfach. Aber es macht auch Spa\u00df, es ist mal etwas anderes.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Und die Arbeit hat sich gelohnt. Die Hymne des Dessau-Ro\u00dflauer HV so zu h\u00f6ren war extrem begeisternd und sch\u00f6n &#8211; einfach einzigartig. Und es ergab in der Anhalt-Arena ein Bild, das kaum mit Worten zu beschreiben ist.<\/p>\n<p>Es folgten weitere musikalische Highlights, ehe S\u00f6ren Buchwald die erste Halbzeit beendete und, wie man es gewohnt ist, zur Pause \u00fcber 20 Minuten bat. Nach einer kurzen Erfrischung und Erholung ging es weiter. Das Programm sollte weitere Highlights bereit halten.<\/p>\n<p>Besonders interessant war, zumal es eine v\u00f6llig neue Konstellation war, die Interaktionen zwischen den\u00a0<em>\u201eBlack White Cats\u201c<\/em>, den Cheerleadern des SV Dessau 05, die in der Sporthalle zu den Heimspielen auch regelm\u00e4\u00dfig auftreten und der gesamten Philarmonie. Die Cheerleader stimmten zu der Filmmusik von Indiana Jones ihre Hebefiguren, Bewegungen und Aktionen harmonievoll ab, sodass es am Ende tats\u00e4chlich hervorragend zusammen passte.<\/p>\n<p>Bobby Biber sollte dann tanzend auch noch seinen Auftritt haben. Ein weiterer kreativer H\u00f6hepunkt, lie\u00df sich Markus Frank zu dem St\u00fcck von Leroy Anderson &#8211;\u00a0<em>\u201eThe syncopated clock\u201c<\/em>\u00a0einfallen. Daf\u00fcr wurde die Hallenuhr auf 2.30 Minuten gesellt. Etwa nach 17 Sekunden bat der Dirigent sein Orchester zum Spielen, um mit der Sirene der Uhr p\u00fcnktlich bei 0.00 fertig zu werden. Das Timing war perfekt, die Sirene ert\u00f6nte lautstark direkt am Ende des Musikst\u00fccks. Einfach klasse!<\/p>\n<p><strong>Verbindung an die Anfield Road<\/strong><\/p>\n<p>Im Anschluss gab es die \u00dcberleitung zum Fu\u00dfball. Doch die wohl bekannteste Fu\u00dfball-Hymne der Welt, ert\u00f6nt ja auch in so manchen Handball-Hallen, weil die Botschaft des Liedes einfach einzigartig ist:\u00a0<em>\u201eYou\u2019ll never walk alone\u201c<\/em>. Zeitgleich spielte der FC Liverpool in der Champions-League Qualifikation gegen die TSG Hoffenheim an der Anfield Road. Und als das Lied 20.55 Uhr in der Anhalt-Arena ert\u00f6nte, war \u00fcbrigens Emre Can mit dem 1:0 f\u00fcr den FC Liverpool erfolgreich. Eine magische Verbindung wurde da wohl kurz nach Liverpool aufgebaut, auch wenn es am Ende negativ f\u00fcr die Hoffenheimer negativ war.<\/p>\n<p>Den Abschluss der gelungenen Veranstaltung bildete erneut Rex Hardy mit der DRHV-Hymne. Es bot sich ein genau so tolles Bild, wieanfangs. Nur war diesmal der ein oder andere Zuschauer oder Fan textsicherer. Auch die gesamte Bundesliga-Mannschaft des DRHV zeigte sich unter Applaus noch ein mal vor dem Orchester.<\/p>\n<p>Am Ende waren alle begeistert. So, in der Form, hatte sich wohl niemand die Veranstaltung ausmalen k\u00f6nnen. Wenn Handball auf Klassik trifft, dann ist das auch schwer. Aber das Theater lieferte ein sch\u00f6nes\u00a0Programm.\u00a0<em>\u201eIch habe von allen bisher nur positive R\u00fcckmeldungen geh\u00f6rt\u201c<\/em>, freute sich DRHV-Pr\u00e4sident Ralph Hirsch,\u00a0<em>\u201edas war eine absolut gelungene Veranstaltung, super unterhaltsam.\u201c<\/em>\u00a0Man hatte das Gef\u00fchl, dass alle G\u00e4ste \u00fcberrascht waren, auch von der Anzahl an G\u00e4sten, so musste\u00a0ein neuer Block aufgemacht werden. Viele waren wohl mit gemischten Gef\u00fchlen hin gegangen &#8211; und am Ende positiv gestimmt \u00fcber den Erfolg.<em>\u00a0\u201eEs hat mir richtig gut gefallen\u201c<\/em>, meinte Christoph Richter, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des DRHV,\u00a0<em>\u201evor allem unsere Hymne einmal so zu h\u00f6ren, so anders, war fantastisch.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Auch von Seiten des Theaters war man begeistert.\u00a0<em>\u201eEs hat einfach Spa\u00df gemacht\u201c<\/em>, freute sich Dirigent Markus Frank,\u00a0<em>\u201edas Orchester war locker, das Publikum war locker. Da passt dann alles.\u201c<\/em>\u00a0Vor allem auch der Aspekt f\u00fcr alle Beteiligten auf der B\u00fchne, dass sie das Publikum sehen konnten.\u00a0<em>&#8222;Im Theater ist es immer sehr dunkel, da guckt man ins Nichts und sieht keine Zuschauer. Heute war das anders, dann sieht man die Begeisterung und hat selber gleich viel mehr Freude&#8220;<\/em>, meinte der Chefdirigent.<\/p>\n<p>Und vor so einer tollen Kulisse nat\u00fcrlich noch mehr. Dessau-Ro\u00dflau, das Anhaltische Theater und der DRHV haben gezeigt, dass etwas Neues auch erfolgreich sein kann und dass alle Seiten etwas davon haben. Es ist eine neue Art der Zusammenarbeit. So wie es sein sollte. Denn nur zusammen geht es doch. Nur zusammen kann man am Ende erfolgreich sein. Ob auf dem Handballfeld, um Spiele zu gewinnen oder um etwas ins Rollen zu bringen.<\/p>\n<p>Somit w\u00e4re auch das erste September-Wochenende doch schon perfekt verplant. Samstag-Abend um 19 Uhr geht es zum Er\u00f6ffnungskonzert des Anhaltischen Theaters und der Anhaltischen Philharmonie unter freiem Himmel auf dem Vorplatz des Anhaltischen Theaters. Einen Tag sp\u00e4ter, am Sonntag, um 17 Uhr dann ab in die Anhalt-Arena zum ersten Heimspiel des DRHV. (fz)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als er die gelbe Karte zeigte, hatte er die Lacher auf seiner\u00a0Seite und lockerte zudem\u00a0gleich zu Beginn die ganze Atmosph\u00e4re auf. Markus Frank stand im Mittelpunkt,\u00a0H\u00f6he des Mittelkreises in der Anhalt-Arena. 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